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Long COVID
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Long COVID bezeichnet vorßbergehende oder dauerhafte gesundheitliche Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Eine einheitliche Definition liegt bislang nicht vor. Eine akute COVID-19-Erkrankung dauert in der Regel bis zu vier Wochen, sie kann allerdings, etwa bei erforderlicher stationärer Behandlung auf einer Intensivstation, auch mehrere Monate anhalten. Längerfristige Symptome, die ßber diesen Zeitraum hinaus bestehen oder zusätzlich auftreten, werden oft als Long COVID bezeichnet.
Als Post-COVID(-19)-Syndrom oder Post-COVID-Syndrom (PCS), bzw. Post-COVID-Zustand werden Folgen einer akuten SARS-CoV-2-Infektion bezeichnet, die länger als zwÜlf Wochen (bei Kindern und Jugendlichen acht Wochen) nach Infektion andauern oder neu auftreten.
Die Ausprägungen von Long COVID sind sehr unterschiedlich. Sie umfassen eine Verschlechterung bestehender Krankheiten, neu aufgetretene Erkrankungen, Organschäden und postinfektiÜse Symptome. Häufige Symptome sind Fatigue (eine starke Entkräftung), post-exertionelle Malaise (Zustandsverschlechterung nach Belastung), StÜrungen der geistigen Leistungsfähigkeit und autonomer KÜrperfunktionen, Atembeschwerden sowie mehrere Arten von Schmerzen.
Die genauen Krankheitsmechanismen sind unbekannt. Beschrieben werden vor allem StÜrungen des Immunsystems, des Nervensystems, der Durchblutung, des Stoffwechsels und des Magen-Darm-Trakts. Die Behandlung richtet sich nach den jeweiligen Ausprägungen. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht, einige Symptome kÜnnen jedoch gelindert werden.
Zur Verbreitung gibt es verschiedene Schätzungen. Long COVID betrifft Erwachsene häufiger als Kinder und Jugendliche. Frauen haben ein hÜheres Risiko als Männer. Langzeitfolgen kommen nach schwerem Krankheitsverlauf häufiger vor, kÜnnen aber auch nach mildem Verlauf oder einer unbemerkten Infektion auftreten.
Contents
⢠Long COVID
⢠Verbreitung
⢠Risikofaktoren
⢠Prognose
⢠Ursachen
⢠Pathophysiologie
⢠Diagnose
⢠Therapie
⢠Fatigue
⢠Vorbeugung
⢠Deutschland
⢠Ăsterreich
⢠Schweiz
⢠NichtGenesen
⢠Literatur
⢠Bßhnenwerke
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Bezeichnungen und Definitionen
Long COVID
Bereits im Mai 2020, kurz nach Beginn der COVID-19-Pandemie, berichteten Menschen in verschiedenen sozialen Netzwerken, dass sie sich nicht von einer COVID-19-Erkrankung erholt hatten.cite-ref-1-1-0[1] Die Bezeichnung Long COVID (auch Long-COVID oder Long Covid) wurde erstmals zur Beschreibung von eigenen anhaltenden Beschwerden nach durchgemachter COVID-19 als Hashtag #longcovid in einem Tweet auf der Kurznachrichtenplattform Twitter (heute: X) von Elisa Perego verwendet.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]
Mit der Zeit hat sich Long COVID zu einem Sammelbegriff aller langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen einer SARS-CoV-2-Infektion entwickelt. Er umfasst die Gesamtheit gesundheitlicher Probleme im Zusammenhang mit einem Ăźberlangen Verlauf einer zuvor akuten SARS-CoV-2-Infektion und ist der meistverwendete Begriff im Zusammenhang mit Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion.cite-ref-1-1-1[1]
Die National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine beschreiben Long COVID als komplexen, chronischen Krankheitszustand, der mehrere Organsysteme des KĂśrpers betrifft.cite-ref-4[4]
Long COVID â Post-COVID-Syndrom
Eine einheitliche Definition des Begriffs Long COVID existiert noch nicht. Derzeit werden einige unterschiedliche Definitionen parallel verwendet.cite-ref-0-5-0[5] Der Begriff Long COVID wird häufig vom Begriff Post-COVID-Syndrom abgegrenzt, teilweise werden die Begriffe aber auch synonym benutzt.cite-ref-6[6] In den aktuellen deutschen und Üsterreichischen Leit- und Richtlinien wird wie folgt unterschieden:cite-ref-7[7]cite-ref-awmfll20212-8-0[8]cite-ref-0-5-1[5]
Als Long-COVID werden sämtliche anhaltenden oder neu auftretenden Symptome oder Krankheitsbilder in Folge einer akuten SARS-CoV-2-Infektion bezeichnet, die länger als vier Wochen nach Infektion andauern oder ab einer Zeit von vier Wochen nach Infektion auftreten.
Als Post-COVID(-19)-Syndrom bzw. Post-COVID-Zustand werden Folgen einer akuten SARS-CoV-2-Infektion bezeichnet, die länger als zwÜlf Wochen (bei Kindern und Jugendlichen acht Wochen) nach Infektion andauern oder neu auftreten. Dies gilt auch fßr Patienten, die infolge einer Infektion mit SARS-CoV-2 den Verdacht oder die Diagnose einer Myalgischen Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndromes (ME/CFS) aufweisen oder nach einer Impfung zur Prophylaxe einer COVID-19-Erkrankung Long-COVID-ähnliche Symptome aufweisen.
⢠Symptome, die nach einer akuten COVID-19 oder deren Behandlung fortbestehen,
⢠neue Symptome, die nach dem Ende der akuten COVID-19-Phase auftreten, aber als Folge der SARS-CoV-2-Infektion verstanden werden kÜnnen,
⢠Verschlechterung einer vorbestehenden Erkrankung in Folge einer SARS-CoV-2-Infektion.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert gemäà Üsterreichischer Leitlinie einen Post-COVID-Zustand (englisch Post-COVID Condition, PCC) wie folgt:cite-ref-0-5-2[5]
⢠In der Regel Auftreten bis 3 Monate nach Beginn der COVID-19/SARS-CoV-2-Infektion,
⢠Symptome, die ßber mindestens 2 Monate bestehen und nicht durch eine andere Diagnose erklärt werden kÜnnen,
⢠Symptome haben generell Bedeutung fßr die Alltagsfunktion der Betroffenen,
⢠Symptome, die eventuell nach ausgehender Erholung von der akuten COVID-19-Episode aufgetreten sind oder seit der ausgehenden Erkrankung bestehen,
⢠Symptome, die wechselhaft sind oder im Verlauf wiederkehren.
Weitere Bezeichnungen
Bezeichnungen, die ebenfalls im Zusammenhang mit Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion verwendet werden, sind unter anderem: Anhaltende Folgen von COVID-19, postvirales Zustandsbild nach COVID-19, Post COVID (auch Post-COVID oder Post Covid), postviraler Zustand nach COVID, chronisches COVID Syndrom (CCS), englisch post-acute sequelae of COVID-19 (PASC) oder englisch COVID-19 long-hauler.cite-ref-2-11-0[11]
Long-COVID-ähnliche Symptome infolge einer Impfung gegen das Virus werden als Post-Vac-Syndrom bezeichnet.cite-ref-12[12]
Symptome und Krankheiten
Long COVID manifestiert sich in vielfältigen Symptomen oder Krankheiten, die vorßbergehend (ßber Wochen, Monate oder Jahre) oder dauerhaft anhalten kÜnnen,cite-ref-02-13-0[13]cite-ref-12-14-0[14] und umfasst neue oder bereits vorhandene Krankheitszustände, die sich verschlechtern.cite-ref-22-15-0[15]cite-ref-16[16] Es werden bis zu 200 verschiedene Symptome beschrieben,cite-ref-02-13-1[13]cite-ref-17[17] die jeden Bereich des KÜrpers betreffen kÜnnen.cite-ref-18[18]cite-ref-32-19-0[19] Die Symptome kÜnnen einzeln oder in Kombination auftreten und sich ßber die Zeit verändern, zeitweilig unterbrochen sein und wieder neu auftreten.cite-ref-42-20-0[20]cite-ref-02-13-2[13]cite-ref-32-19-1[19] Aktueller Forschungsgegenstand ist es, Untergruppen und Symptomcluster herauszubilden.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]
Der Schweregrad der Symptome reicht von leichten bis schweren Einschränkungen und einer Behinderung.cite-ref-5-23-0[23]cite-ref-32-19-2[19]cite-ref-02-13-3[13] Die Fähigkeit an Aktivitäten des alltäglichen Lebens teilzuhaben kann eingeschränkt sein.cite-ref-24[24] Ein Teil der Betroffenen ist nur eingeschränkt schul- bzw. arbeitsfähig oder schul- bzw. arbeitsunfähig.cite-ref-12-14-1[14]cite-ref-19-25-0[25] Einige Erkrankte sind pflegebedßrftig.cite-ref-26[26]cite-ref-27[27]
Zu den häufigsten Symptomen von Long COVID zählen Kurzatmigkeit,cite-ref-63-28-0[28] Fatigue (eine starke Entkräftung)cite-ref-63-28-1[28] und StĂśrungen der geistigen Leistungsfähigkeit (englisch brain fog)cite-ref-63-28-2[28] wie Konzentrations- und GedächtnisstĂśrungen.cite-ref-morgan2-29-0[29] Berichte Ăźber anhaltende Kurzatmigkeit liegen zwischen 26 % und 41 %,cite-ref-morgan2-29-1[29] wobei auch weitere Atembeschwerden wie Atemnot bei Belastung und anhaltender Husten mĂśglich sind.cite-ref-63-28-3[28]cite-ref-74-30-0[30]cite-ref-54-31-0[31]cite-ref-422-32-0[32] Ăber 50 % der Betroffenen sind von post-exertioneller Malaise (Zustandsverschlechterung nach Belastung) betroffen.cite-ref-33[33] Weitere mĂśgliche Symptome sind StĂśrungen autonomer KĂśrperfunktionen wie eine orthostatische Intoleranz mit unter anderem Benommenheit, Schwindel, kurzzeitiger Bewusstlosigkeit und Herzklopfen nach dem Aufrichten,cite-ref-63-28-4[28]cite-ref-54-31-1[31]cite-ref-84-34-0[34]cite-ref-422-32-1[32] Gelenk- und/oder Muskelschmerzen,cite-ref-63-28-5[28]cite-ref-74-30-1[30]cite-ref-54-31-2[31] Kopfschmerzen,cite-ref-63-28-6[28]cite-ref-74-30-2[30]cite-ref-54-31-3[31] psychiatrische Manifestationen wie eine AngststĂśrung oder depressive Verstimmungen,cite-ref-63-28-7[28]cite-ref-202-35-0[35]cite-ref-422-32-2[32] StĂśrungen oder Verlust des Riech- und/oder SchmeckvermĂśgens,cite-ref-63-28-8[28]cite-ref-54-31-4[31] SchlafstĂśrungen,cite-ref-63-28-9[28]cite-ref-54-31-5[31] Brustschmerzen oder Brustenge,cite-ref-63-28-10[28]cite-ref-54-31-6[31] sexuelle Fehlfunktion,cite-ref-63-28-11[28]cite-ref-54-31-7[31]cite-ref-422-32-3[32] MenstruationsstĂśrungen und -beschwerden,cite-ref-63-28-12[28]cite-ref-422-32-4[32] Bauchschmerzen, Ăbelkeit und Verdauungsbeschwerden,cite-ref-63-28-13[28]cite-ref-422-32-5[32] Nervenschmerzen und andere Missempfindungen,cite-ref-54-31-8[31] Haarausfallcite-ref-63-28-14[28]cite-ref-54-31-9[31] sowie HĂśrstĂśrungen wie Tinnitus.cite-ref-63-28-15[28]cite-ref-422-32-6[32]
Die Symptome von Long COVID weisen Gemeinsamkeiten mit den Symptomen anderer postakuter Infektionssyndrome auf.cite-ref-36[36]cite-ref-22-15-1[15] Bei einem Teil der Long-COVID-Betroffenen wird die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) diagnostiziert.cite-ref-davis-2023-37-0[37] Manifestationen, die das autonome Nervensystem betreffen, sind vor allem das posturale (orthostatische) Tachykardiesyndrom (POTS) und seltener die vasovagale Synkope sowie die orthostatische Hypotonie.cite-ref-38[38] Auch die Small-Fiber-Neuropathie kann eine Ausprägung sein. Symptome des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) treten bei Long COVID vermehrt auf.cite-ref-davis-2023-37-1[37] Einige Erkrankte erfßllen die Kriterien einer Fibromyalgie.cite-ref-39[39]
AuĂerdem werden Diabetes Typ 2, Autoimmunerkrankungen wie das Guillain-BarrĂŠ-Syndrom, Diabetes Typ 1, autoimmune Polyneuropathien und Enzephalitiden oder Lupus erythematodes und Venenthrombosen beobachtet. Des Weiteren kann Long COVID als Folge der Infektion oder der COVID-19-Therapie zu Schädigungen an Organen wie Lungenfibrose, Schlaganfällen, Herz- oder Nierenerkrankungen fĂźhren.cite-ref-32-19-3[19]cite-ref-42-20-1[20]
Abzugrenzen sind Symptome des Post-Intensivpflege-Syndroms (englisch post intensive care syndrome, PICS) und einer posttraumatischen BelastungsstĂśrung (PTBS), die nach intensivmedizinischer Behandlung eines schweren COVID-19-Verlaufs auftreten kĂśnnen.cite-ref-02-13-4[13]cite-ref-40[40]cite-ref-32-19-4[19]
Verbreitung
Gesamtverbreitung
Die Entwicklungen der COVID-19-Pandemie beeinflussen die Häufigkeit: Nach einer Infektion mit der Omicron-Variante kÜnnte Long COVID seltener auftreten.cite-ref-33-44-0[44]cite-ref-45[45] Jedoch ging die Omicron-Welle mit einem starken Anstieg der Infiziertenzahlen einher. Damit ist eine Zunahme der Betroffenen anzunehmen.cite-ref-43-46-0[46]cite-ref-47[47] Darßber hinaus scheinen ein risikoreduzierender Effekt von Impfungen und antiviralen Medikamenten während der akuten Erkrankung sowie ein zunehmendes Risiko durch wiederholte Infektionen von Bedeutung zu sein.cite-ref-33-44-1[44]cite-ref-23-43-1[43] Eine Schwierigkeit bei der Erfassung der Häufigkeit ist, dass viele Betroffene wahrscheinlich nicht medizinisch versorgt sind.cite-ref-52-48-0[48]cite-ref-13-42-1[42]
Eine Auswahl von Schätzungen der Krankheitshäufigkeit ist:
| Zeitpunkt der Auswertung | Häufigkeit | Geographischer Raum |
|---|---|---|
| 2022 | In der GesamtbevĂślkerung hatten 6,9 % der Erwachsenen und 1,3 % der Kinder zu einem Zeitpunkt Long COVID. 3,4 % der Erwachsenen und 0,5 % der Kinder hatten Long COVID zum Zeitpunkt der Erhebung. [ 50 ] [ 51 ] | USA |
| 2023 | 10â30 % der nicht im Krankenhaus behandelten, 50â70 % der im Krankenhaus behandelten und 10â12 % der geimpften COVID-19 -Erkrankten entwickelten Long COVID. [ 52 ] | GroĂbritannien, USA |
| 2023 | 7,8â17 % der SARS-CoV-2 -Infizierten hatten länger als 12 Wochen anhaltende Symptome. [ 53 ] | GroĂbritannien |
| 2023 | 5â10 % aller Infizierten erkrankten an einem Post-COVID-Syndrom. [ 54 ] | China, Deutschland, Frankreich, GroĂbritannien, Italien, Spanien |
| 2023 | 2,9 % der GesamtbevĂślkerung waren von Long COVID bzw. einem Post-COVID-Syndrom betroffen. [ 55 ] | GroĂbritannien |
| 2024 | 50â85 % der im Krankenhaus behandelten, 10â35 % der ungeimpften, nicht hospitalisierten und 8â12 % der geimpften Infizierten hatten Long COVID. [ 56 ] | global |
| 2024 | 1,8 % der Infizierten aller Altersgruppen waren länger als 12 Wochen an Long COVID erkrankt. [ 56 ] | England, Schottland |
| 2024 | Im Juni 2022 gaben 7,5 % der Erwachsenen der GesamtbevĂślkerung an, von Long COVID betroffen zu sein. Im Januar 2023 waren es 5,9 % und im Januar 2024 6,8 %. [ 57 ] | USA |
Die globale Krankheitshäufigkeit (Inzidenz) von Long COVID im Verlauf der Pandemie wird 2024 in einer Ăbersichtsarbeit geschätzt: Demnach sollen im Jahr 2020 65 Millionen Menschen an Long COVID erkrankt gewesen sein. Im weiteren Verlauf wird eine zunehmende (kumulative) Häufigkeit beschrieben. 2023 kĂśnnte die Inzidenz bei 409 Millionen Menschen weltweit gelegen haben. Es wird betont, dass dies eine zurĂźckhaltende Schätzung auf der Grundlage symptomatischer Infektionen ist und die tatsächliche Häufigkeit hĂśher sein kĂśnnte.cite-ref-82-58-0[58]
Verbreitung nach Alter und Geschlecht
Während Long COVID jeden Menschen nach einer SARS-CoV-2-Infektion betreffen kann, verzeichnen einige Gruppen von Menschen ein erhĂśhtes Risiko. Long COVID betrifft Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche, wobei Kinder und Jugendliche seltener betroffen sind als Erwachsene.cite-ref-11-59-0[59]cite-ref-60[60] Der Zusammenhang zwischen Alter und Long COVID bei Erwachsenen wird unterschiedlich diskutiert.cite-ref-44-61-0[61] Während regelmäĂig jĂźngeres und mittleres Lebensalter als Risikofaktor genannt wird,cite-ref-14-62-0[62]cite-ref-72-63-0[63] wird teilweise auch eine Zunahme des Risikos mit fortgeschrittenem Lebensalter beschrieben.cite-ref-16-64-0[64] Frauen erkranken häufiger als Männer.cite-ref-14-62-1[62]cite-ref-24-65-0[65] Es wird ein zwei- bis dreifach erhĂśhtes Risiko fĂźr Frauen aufgefĂźhrt.cite-ref-24-65-1[65]cite-ref-66[66] Einige Forschungsergebnisse legen nahe, dass auch im Kindes- und Jugendalter das Risiko fĂźr Mädchen hĂśher ist als fĂźr Jungencite-ref-67[67] und Heranwachsende häufiger betroffen sind als Kinder.cite-ref-basaca-68-0[68]
Risikofaktoren
Neben dem Alter und dem weiblichen Geschlecht werden unter anderem folgende Risikofaktoren diskutiert:
⢠ein schwerer COVID-19-Krankheitsverlauf,cite-ref-16-64-1[64]cite-ref-22-15-2[15]cite-ref-11-59-1[59]
⢠Armut.cite-ref-morgan-71-1[71]
Prognose
Long COVID kann vorĂźbergehend sein oder zu chronischen Ausprägungen fĂźhren, die lebenslang bestehen.cite-ref-34-73-0[73] Zudem kann Long COVID tĂśdlich verlaufen.cite-ref-18-72-1[72] Als Problem bei der Erfassung der Krankheitsdauer wird unter anderem die fehlende Unterscheidung zwischen vollständiger Genesung und dem RĂźckgang der Symptome (Remission) benannt.cite-ref-34-73-1[73]cite-ref-53-74-0[74] Während eine Verbesserung der Symptome im ersten Jahr nach der Infektion regelmäĂig vorkommt, wird beschrieben, dass eine vollständige Genesung nach einem Jahr selten und nach zwei Jahren sehr unwahrscheinlich ist.cite-ref-34-73-2[73]cite-ref-75[75] Die deutsche Long- bzw. Post-COVID-Leitlinie schreibt im Gegensatz dazu, dass Spontanheilungen und Abschwächungen der Symptome häufig vorkommen.cite-ref-76[76] Neben der Krankheitsdauer wird auch die MĂśglichkeit latenter Risiken diskutiert, die sich erst Jahre nach einer SARS-CoV-2-Infektion ausbilden.cite-ref-83-77-0[77]
Ursachen und Pathophysiologie
Ursachen
Long COVID wird durch eine Infektion mit SARS-CoV-2 ausgelĂśst und gehĂśrt zur Gruppe der postakuten Infektionssyndrome.cite-ref-78[78] Long-COVID-Symptome werden nach allen COVID-19-Krankheitsverläufen beschrieben.cite-ref-3-79-0[79] Das Risiko an Long COVID zu erkranken erhĂśht sich mit dem Schweregrad der akuten Infektion.cite-ref-4-80-0[80]cite-ref-2-11-1[11] Die Ăśsterreichische Leitlinie sieht die Ursache bei der Betroffenengruppe mit einem schweren Verlauf vor allem in Organschäden.cite-ref-2-11-2[11] Menschen mit leichter COVID-19 stellen aufgrund der hĂśheren Gesamtzahl den GroĂteil der Betroffenen mit Long COVID dar.cite-ref-3-79-1[79]cite-ref-4-80-1[80] Zudem kann Long COVID nach einer unbemerkten Infektion auftreten.cite-ref-81[81]cite-ref-82[82]
In seltenen Fällen werden Long-COVID-ähnliche Symptome nach einer Impfung gegen COVID-19 beschrieben.cite-ref-21-83-0[83]cite-ref-8-84-0[84] Laut Paul-Ehrlich-Institut gibt es jedoch keine Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang zwischen einer COVID-19-Impfung und Long-COVID-ähnlichen Symptomen.cite-ref-85[85] Der Nutzen von COVID-19-Impfungen ist deutlich grĂśĂer als mĂśgliche Risiken.cite-ref-21-83-1[83]
â
Hauptartikel
:
Post-Vac-Syndrom
Pathophysiologie
Long COVID ist eine Multisystemerkrankung, die nahezu jedes Organsystem betreffen kann.cite-ref-11-59-3[59]cite-ref-12-14-2[14] Zu den Krankheitsmechanismen gibt es zahlreiche Beobachtungen und Erklärungsversuche, aber keine gesicherten Erkenntnisse. Wahrscheinlich handelt es sich bei Long COVID um eine Krankheit mit mehreren Untergruppen, bei denen sich die genauen Mechanismen unterscheiden.cite-ref-82-58-1[58]cite-ref-8-84-1[84] Beschrieben werden vor allem Fehlfunktionen des Immunsystems,cite-ref-86[86]cite-ref-19-25-1[25] des Nervensystems,cite-ref-82-58-2[58]cite-ref-19-25-2[25] der Durchblutung und der GefäĂe,cite-ref-25-87-0[87]cite-ref-19-25-3[25] des Stoffwechselscite-ref-82-58-3[58]cite-ref-19-25-4[25] und des Magen-Darm-Trakts.cite-ref-82-58-4[58]cite-ref-88[88] Die Mechanismen kĂśnnen gleichzeitig stattfinden und sich gegenseitig beeinflussen. Sie kĂśnnen auĂerdem in unterschiedlicher Intensität ausgeprägt sein.cite-ref-25-87-1[87]cite-ref-20-89-0[89]
Es wurden mehrere Hypothesen zur Erklärung der Entstehungsmechanismen des Long COVID aufgestellt, darunter:cite-ref-davis-90-0[90]
⢠Auswirkungen des Virus auf das Mikrobiom, einschlieĂlich viraler Persistenz,
⢠Dysregulation des Immunsystems, einschlieĂlich der Reaktivierung von latenten Viren wie dem Epstein-Barr-Virus,
⢠gegen kÜrpereigene Stoffe fehlgerichtete Immunantwort (Autoimmunität).
Diagnose
Die Diagnostik bei Verdacht auf Long COVID soll in Deutschland gemäà der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses grundsätzlich vom Hausarzt durchgefßhrt und koordiniert werden.cite-ref-41-91-0[91] Gegebenenfalls sollen Fachärzte sowie spezialisierte Ambulanzen in die Diagnostik einbezogen werden.cite-ref-49-92-0[92]
Da bisher keine eindeutigen Biomarker in der ärztlichen Praxis verfßgbar sind, hat ein ärztliches Gespräch (Anamnese) eine besondere Bedeutung.cite-ref-93[93] In der Anamnese werden Symptome erhoben und bei hinweisender Symptomatik vor allem eine mÜgliche orthostatische Intoleranz, eine post-exertionelle Malaise (PEM) und/oder ein posturales (orthostatisches) Tachykardiesyndrom (POTS) ersterfasst.cite-ref-04-94-0[94] Die Diagnose wird anhand einer angenommenen Infektion mit SARS-CoV-2, dem Vorhandensein von Long-COVID-Symptomen und unter Berßcksichtigung anderer mÜglicher Ursachen gestellt.cite-ref-95[95] Laut Definition der National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine ist fßr eine Long-COVID-Diagnose kein positiver SARS-CoV-2-Test notwendig, da der Zugang zu NachweismÜglichkeiten nicht immer gegeben ist.cite-ref-96[96] Differenzialdiagnostik wird durchgefßhrt und die funktionelle Leistungsfähigkeit der Betroffenen festgehalten.cite-ref-04-94-1[94]
Organbezogene Symptome wie beispielsweise Atembeschwerden werden entsprechend der jeweiligen Leitlinien abgeklärt.cite-ref-97[97] Die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) wird anhand der Kanadischen Konsenskriterien oder der Kriterien des Institute of Medicine diagnostiziert.cite-ref-98[98] Ein Stehtest und/oder eine Kipptischuntersuchung kÜnnen die Diagnose eines POTS oder einer orthostatischen Hypotonie sichern.cite-ref-99[99] Die Diagnose eines Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) wird gemäà Konsenskriterien gestellt.cite-ref-100[100]
Zu beachten ist, dass Long COVID häufig in Form anderer Erkrankungen, darunter insbesondere psychische und psychosomatische Erkrankungen, fehldiagnostiziert wird.cite-ref-101[101]cite-ref-102[102]
Therapie
Die Behandlung von Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion richtet sich nach den jeweiligen Ausprägungen.
Eine ursächliche Therapie fĂźr Long COVID im Sinne eines postakuten Infektionssyndroms gibt es bisher nicht, jedoch kĂśnnen einzelne Beschwerden gelindert werden. Vorrangig werden nicht-medikamentĂśse MaĂnahmen empfohlen. Unter Umständen werden Medikamente auch Off-Label eingesetzt.
Zugang zu Therapien
Im September 2024 wurde in Deutschland im Rahmen des vierten Runden Tischs der Long-COVID-Initiative des Bundesministeriums fĂźr Gesundheit ein âTherapiekompassâ mit einer In-Label-Use-Liste verĂśffentlicht, durch die Long-COVID-Betroffene erleichterten Zugang zu Arzneimitteln erhalten sollen, um einer Unterversorgung entgegenzuwirken.cite-ref-103[103]cite-ref-104[104] Des Weiteren ist eine Liste fĂźr Medikamente im Off-Label-Use geplant. Diese soll Medikamente umfassen, die auĂerhalb der Zulassung verordnet und erstattet werden kĂśnnen.cite-ref-105[105] In Ăsterreich erstatten die Sozialversicherungsträger seit Dezember 2024 bestimmte Medikamente fĂźr den Off-Label-Use.cite-ref-106[106]cite-ref-107[107]
Individuelles Energiemanagement (Pacing)
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Hauptartikel
:
Pacing (Energiemanagement)
KĂśrperliche Aktivierungstherapien und Sporttherapien beinhalten bei der Behandlung von Long COVID teilweise Risiken. Insbesondere bei Betroffenen mit post-exertioneller Malaise (PEM) kĂśnnen solche Therapien unter anderem durch EntzĂźndungsprozesse zu weiteren Verschlechterungen des Gesundheitszustandes fĂźhren.cite-ref-108[108]cite-ref-25-87-2[87] Beim Vorliegen von PEM wird ein individuelles Energiemanagement (Pacing) empfohlen.cite-ref-109[109]cite-ref-110[110]
Fatigue
PostinfektiĂśse Fatigue kann als leitendes Einzelsymptom auftreten, eine PEM begleiten oder sich im Rahmen einer StĂśrung des autonomen Nervensystems (siehe orthostatische Intoleranz) manifestieren. Als Einzelsymptom bildet sie sich oft (nach Wochen oder Monaten) von selbst zurĂźck. Beim gleichzeitigen Vorliegen von Fatigue und PEM ist Pacing zu beachten. Liegt keine PEM vor, kann nach Ausschluss anderer Erkrankungen eine langsame kĂśrperliche Aktivierung erfolgen. Auf das Vorhandensein weiterer Symptome ist zu achten. Eine Fehlfunktion des autonomen Nervensystems als Ursache der Fatigue sollte entsprechend behandelt werden.cite-ref-162-111-0[111] Derzeit gibt es keine Medikamente, die zur Behandlung von Fatigue zugelassen sind.cite-ref-112[112]
StÜrungen der geistigen Leistungsfähigkeit
Nach dem Ausschluss anderer Ursachen wird bei StÜrungen der geistigen Leistungsfähigkeit als Ausprägung eines postakuten Infektionssyndroms kognitives Pacing empfohlen.cite-ref-27-113-0[113]cite-ref-28-114-0[114] Das kann beispielsweise bedeuten, nicht mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen.cite-ref-28-114-1[114]
Orthostatische Intoleranz
Die Behandlung einer orthostatischen Intoleranz wie vor allem bei dem posturalen orthostatischen Tachykardiesyndrom (POTS) oder der orthostatischen Hypotonie basiert auf einem nicht-medikamentĂśsen Symptommanagement. Nach Ausschluss von Kontraindikationen werden eine ErhĂśhung der Salz- und der FlĂźssigkeitszufuhr, das Tragen von Kompressionskleidung (StrĂźmpfe, Strumpfhose und/oder Bauchbinde), eine Ernährungsumstellung und entlastende KĂśrperhaltungen (âphysikalische GegenmanĂśverâ) empfohlen.cite-ref-115[115]cite-ref-26-116-0[116]cite-ref-117[117] Oft wird eine kĂśrperliche Aktivierungstherapie befĂźrwortet,cite-ref-26-116-1[116]cite-ref-27-113-1[113] wobei stellenweise auf das Risiko einer mĂśglichen Symptomverschlechterung hingewiesen wird.cite-ref-118[118] Sofern eine orthostatische Intoleranz und PEM gleichzeitig vorliegen, ist Pacing zu beachten.cite-ref-119[119] Faktoren, die zu einer Verschlechterung der Symptome fĂźhren, sollten gemieden werden.cite-ref-27-113-2[113]
Bei unzureichender Reaktion auf nicht-medikamentĂśse MaĂnahmen werden (teilweise Off-Label-)Medikamente eingesetzt.cite-ref-120[120]cite-ref-27-113-3[113]cite-ref-26-116-2[116] Die In-Label-Use-Liste des Bundesministeriums fĂźr Gesundheit empfiehlt bei einer orthostatischen Hypotonie Sympathomimetika (Midodrin) und Mineralokortikoide (Fludrocortison).cite-ref-121[121]
Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS)
Bei Symptomen, die zu einer Ăberaktivität der Mastzellen passen, kĂśnnen Off-Label-Therapieversuche angemessen sein.cite-ref-122[122] Die In-Label-Use-Liste des Bundesministeriums fĂźr Gesundheit sieht vor, dass Antihistaminika (Desloratadin, Fexofenadin oder Ketotifen) eingesetzt werden kĂśnnen.cite-ref-123[123]
Therapeutische Ansätze in der Forschung
Da Long COVID unterschiedliche Bereiche des KÜrpers betrifft, wird davon ausgegangen, dass verschiedene therapeutische Ansätze benÜtigt werden.cite-ref-29-124-0[124] In der Forschung werden unter anderem untersucht:
⢠Die Behandlung im KÜrper verbleibender Viren oder Virusteile beispielsweise mit monoklonalen AntikÜrpern, SARS-CoV-2-spezifischen Virostatika und Virostatika gegen reaktivierte Herpesviren.
⢠Die Behandlung von Fehlfunktionen des Immunsystems beispielsweise mit JAK-STAT-Inhibitoren, Checkpoint-Inhibitoren, Immunglobulinen, einer Immunadsorption, Efgartigimod (Vyvgart), Rintatolimod (Ampligen) und BC 007 (Rovunaptabin).
⢠Die Behandlung von DurchblutungsstÜrungen beispielsweise mit Antikoagulanzien.
Weitere Anhaltspunkte umfassen die Behandlung von Fehlfunktionen der Mitochondrien und StĂśrungen des autonomen Nervensystems. Ebenfalls werden regenerative Therapien wie eine Stammzelltherapie diskutiert. Auch die rein symptomatische Behandlung mit z. B. Antihistaminika, Low-Dose-Naltrexone (LDN) und Ivabradin wird derzeit untersucht. Gegenstand aktueller Forschung sind auĂerdem Pacing-Strategien.cite-ref-125[125]cite-ref-29-124-1[124]
In einer randomisierten und placebo-kontrollierten Studie konnte fĂźr das in der Akutbehandlung von COVID-19 wirksame Nirmatrelvir-Ritonavir keine Ăźber den Placebo-Effekt hinausgehende Wirksamkeit hinsichtlich einer Verbesserung verschiedener Long-COVID-Symptome belegt werden.cite-ref-126[126]cite-ref-127[127] In wissenschaftlicher Literatur wird darauf hingewiesen, dass die Entwicklung neuartiger Virostatika notwendig sein kĂśnnte.cite-ref-29-124-2[124]
Es gibt Berichte ßber die Wirksamkeit einer therapeutischen Impfung gegen SARS-CoV-2. Studien dahingehend sind jedoch nicht aussagekräftig genug, um einen Effekt zu belegen. Infolgedessen wird eine Impfung mit dem Ziel der Verbesserung der Long-COVID-Symptome nur im Rahmen von Studien empfohlen.cite-ref-128[128]
Vorbeugung
Vor dem Hintergrund fehlender HeilungsmĂśglichkeiten von Long COVID hat Prävention eine besondere Bedeutung.cite-ref-9-129-0[129]cite-ref-130[130] Als beste Vorbeugung gilt die Vermeidung von Infektionen mit SARS-CoV-2 durch InfektionsschutzmaĂnahmen.cite-ref-10-131-0[131]cite-ref-42-20-2[20] Zudem gibt es Hinweise darauf, dass wiederholte Infektionen den Zustand bei bestehendem Long COVID verschlechtern kĂśnnen.cite-ref-132[132]
⢠Die Ăberwachung der Luftqualität in Innenräumen durch LĂźften oder Luftfilter,
⢠das Tragen einer geeigneten Infektionsschutzmaske,
⢠andere unterstßtzen, bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben und
⢠die Beachtung von Hygieneregeln wie Händewaschen oder in die Armbeuge husten und niesen.
Eine risikoreduzierende Wirkung von COVID-19-Impfstoffen wurde in mehreren Studien beobachtet. Aufgrund der unterschiedlichen Definitionen von Long COVID ist aber bisher keine abschlieĂende Aussage Ăźber den Umfang und die Dauer des Effekts mĂśglich.cite-ref-10-131-1[131] AuĂerdem wird ein Einfluss von MaĂnahmen zur Senkung der Krankheitslast während einer COVID-19-Erkrankung durch antivirale Medikamente diskutiert. Erkrankten wird empfohlen, sich auszuruhen.cite-ref-9-129-2[129]
Wirtschaftliche Folgen
Long COVID ist eine Krankheit, die zu individueller finanzieller Belastung bei Betroffenen und pflegenden AngehÜrigen fßhrt und weitreichende volkswirtschaftliche Auswirkungen hat.cite-ref-30-133-0[133] Viele Betroffene kÜnnen nur eingeschränkt arbeiten oder sind arbeitsunfähig.cite-ref-30-133-1[133] Kinder und Jugendliche sind teilweise nicht in der Lage, zur Schule zu gehen.cite-ref-134[134] Folgekosten fßr die Volkswirtschaft entstehen unter anderem durch medizinische Versorgung, Lohnfortzahlung, Verrentung und den Verlust an WertschÜpfung und Produktivität Betroffener und ihrer pflegenden AngehÜrigen.cite-ref-135[135]
Laut einer Schätzung waren 2022 zwischen zwei und vier Millionen US-Amerikaner wegen Long COVID arbeitsunfähig.cite-ref-30-133-2[133] Eine Erhebung aus GroĂbritannien stellte fest, dass 2022 20 % der Betroffenen mit Long COVID gar nicht und 16 % nur reduziert arbeiteten.cite-ref-30-133-3[133] Eine Untersuchung britischer Long-COVID-Erkrankter legt deutliche WohlstandseinbuĂen fĂźr Betroffene nahe. Demnach sank die durchschnittliche Arbeitszeit der 366 Untersuchten um 51,7 %, was im Schnitt eine Verringerung des Monatseinkommens um 24,5 % verursachte.cite-ref-136[136] Konservativen Berechnungen zufolge kĂśnnte der jährliche wirtschaftliche Schaden weltweit durch Long COVID etwa eine Billion US-Dollar betragen.cite-ref-137[137]
In einer Studie werden basierend auf Daten aus dem Jahr 2021 mÜgliche wirtschaftliche Folgen fßr Deutschland veranschlagt: Demnach kÜnnten der jährliche Produktionsverlust 3,4 Milliarden Euro, der Verlust an BruttowertschÜpfung 5,7 Milliarden Euro und die Kosten fßr Rentenzahlungen 2,1 Milliarden Euro betragen haben.cite-ref-138[138] Es wird vermutet, dass mittelfristig voraussichtlich 0,4 % der Arbeitnehmer dem Arbeitsmarkt wegen Long COVID teilweise oder gar nicht mehr zur Verfßgung stehen. Die wirtschaftlichen Folgen kÜnnten zudem zunehmen.cite-ref-139[139]
Reaktionen des Gesundheitswesens und der Politik
Deutschland
Ambulanzen und RehabilitationsmaĂnahmen
An verschiedenen Kliniken wurden Long- und Post-COVID-Ambulanzen und -Sprechstunden eingerichtet.cite-ref-140[140] In wissenschaftlicher Literatur wird darauf hingewiesen, dass entsprechende Ambulanzen lange Wartelisten habencite-ref-32-19-5[19] und Telemedizin und Hausbesuche fßr hausgebundene und bettlägerige Betroffene ausgebaut werden mßssen.cite-ref-141[141]
Einige Rehabilitationskliniken haben fächerßbergreifende Angebote entwickelt. Die Gruppe der Post-COVID-Betroffenen stellte 2021 in vielen pneumologischen Rehabilitationskliniken die häufigste Diagnosegruppe dar.cite-ref-142[142] Fßr Betroffene mit ME/CFS gibt es bisher hingegen kaum spezialisierte Anlaufstellen.cite-ref-32-19-6[19]
Leit- und Richtlinien
Seit Juli 2021 steht eine unter FederfĂźhrung der Deutschen Gesellschaft fĂźr Pneumologie und Beatmungsmedizin erarbeitete S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Long COVID zur VerfĂźgung.cite-ref-143[143] Eine Aktualisierung wurde im Mai 2024 verĂśffentlicht. FĂźr Patienten gibt es darĂźber hinaus eine separate Leitlinie.cite-ref-144[144]
Im Mai 2024 trat die rechtsverbindliche Long-COVID-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses in Kraft. Die Richtlinie regelt die berufsgruppenßbergreifende, koordinierte und strukturierte Versorgung von Patienten mit Verdacht auf Long COVID und Erkrankungen, die eine ähnliche Ursache oder Krankheitsausprägung aufweisen.cite-ref-145[145]
Berufskrankheit und Arbeitsunfall
Eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann unter bestimmten Umständen als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall eingestuft werden. In diesem Fall ist die Gesetzliche Unfallversicherung fĂźr die Finanzierung der durch die Infektion verursachten Schäden zuständig. Als âArbeitsunfallâ kann auch die Infektion von SchĂźlern oder Studierenden in der Schule oder Hochschule eingestuft werden. Voraussetzung fĂźr eine Finanzierung von Folgekosten einer Infektion mit SARS-CoV-2 durch die Gesetzliche Unfallversicherung ist der Nachweis, dass die Infektion während der AusĂźbung der versicherten Tätigkeit stattgefunden hat. Erforderlich hierfĂźr ist der Nachweis, dass in diesem Zeitraum ein intensiver Kontakt mit einer infizierten âIndexpersonâ stattgefunden hat oder dass âes im unmittelbaren Tätigkeitsumfeld (z.B. innerhalb eines Betriebs oder Schule) der betroffenen Person nachweislich eine grĂśĂere Anzahl von infektiĂśsen Personen gegeben hat und konkrete, die Infektion begĂźnstigende Bedingungen bei der versicherten Tätigkeit vorgelegen haben.âcite-ref-146[146]
Wird die Infektion als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall anerkannt, besteht bei einer länger als 26 Wochen bestehenden Invalidität ein Anspruch auf Erhalt einer Rente aus der Unfallversicherung. Dabei muss der Grad der Einschränkung bei mindestens 20 Prozent liegen.cite-ref-147[147]
In der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) wurden bis zum 30. Juni 2024 359.763 COVID-19-Erkrankungen als Berufskrankheiten anerkannt. Dazu kommen 27.096 als Arbeitsunfall anerkannte Infektionen.cite-ref-148[148]
Ăsterreich
In Ăsterreich wurde im Mai 2021 von den Bundesländern die Errichtung spezieller Long-COVID-Rehaeinrichtungen gefordert. Der Dachverband der Sozialversicherungsträger lehnte dies ab.cite-ref-149[149]
Im Dezember 2021 verĂśffentlichten acht Ăśsterreichische medizinische Fachgesellschaften erstmals gemeinsam eine Leitlinie, die sich insbesondere an die hausärztliche Primärversorgung und andere medizinische Erstkontakteinrichtungen richtete.cite-ref-150[150] Eine Aktualisierung erfolgte im August 2023. Die Leitlinie wurde auĂerdem hinsichtlich der Ăźbergeordneten Gruppe der postakuten Infektionssyndrome erweitert.cite-ref-151[151]
Im September 2024 hat das Üsterreichische Gesundheitsministerium die Medizinische Universität Wien (MedUni Wien) mit dem Betrieb eines Nationalen Referenzzentrums fßr postakute Infektionssyndrome inklusive ME/CFS beauftragt. Unter der Leitung von Kathryn Hoffmann und Eva Untersmayr-Elsenhuber finden dort vor allem Versorgungsforschung und die Schulung von Gesundheitspersonal statt.cite-ref-152[152]cite-ref-153[153]
Schweiz
Das Bundesamt fĂźr Gesundheit (BAG) bietet eine Informationsseite zu den âLangzeitfolgen von Covid-19â ancite-ref-31-154-0[154] und unterstĂźtzt die Plattform Alteacite-ref-155[155], welche sich an Betroffene von Long COVID, deren AngehĂśrige sowie medizinische Fachpersonen und Forschende richtet. Verschiedene Spitäler haben spezialisierte Sprechstunden eingerichtet. Angebote fĂźr Betroffene sind im Verzeichnis von Altea aufgefĂźhrt.cite-ref-156[156] Mit den rechtlichen Folgen fĂźr Betroffene befassen sich Fachanwälte, die sich im Verband Covid Langzeitfolgen zusammengeschlossen haben.cite-ref-31-154-1[154] Die Schweizerische Neurologische Gesellschaft (SNG) hat eine Task Force Long Covid gegrĂźndet.cite-ref-157[157]
Reaktionen von Betroffenen
Selbsthilfegruppen
Viele Long-COVID-Betroffene haben sich Gruppen auf Social-Media-Websites angeschlossen, die entweder international oder in kleineren geografischen Gebieten angesiedelt sind.cite-ref-158[158]cite-ref-159[159] In vielen dieser Gruppen berichten sie ßber die Herausforderungen, die das Leben mit ihren Symptomen mit sich bringt. Nicht nur in Deutschland haben viele von ihnen den Eindruck, vom Gesundheitswesen und von BehÜrden zu wenig Aufmerksamkeit und Verständnis zu erhalten.cite-ref-uclh-160-0[160]
Am 13. August 2020cite-ref-161[161] richteten âLangzeitbetroffeneâ (Selbstbezeichnung einer deutschen Selbsthilfegruppe auf Facebook) ein Schreiben an das Bundesministerium fĂźr Gesundheit. Die Gruppe wurde dem Schreiben zufolge âgegrĂźndet, um ehemals Covid-19 infizierten eine UnterstĂźtzung zu bieten und Ăźber die bislang unbekannten langfristigen Auswirkungen der Infektion in den deutschsprachigen Medien zu berichten. Zudem versuchen wir eine deutschlandweite, fachĂźbergreifende Nachbetreuung zu organisieren.â Die Gruppe appellierte an das Ministerium,
⢠regionale, fachßbergreifende Ambulanzen zur Akut- und Langzeitbehandlung der Langzeitbetroffenen einzurichten;
⢠die COVID-19-Langzeiterkrankung und die damit verbundene Arbeitsunfähigkeit Üffentlich als solche anzuerkennen;
⢠Studien zu fÜrdern, um die Grundlagen der Erkrankung zu erforschen;
⢠fachßbergreifende medizinische Leitlinien zu fÜrdern, damit Hausärzte und Internisten bundesweit der neuen Evidenz entsprechend behandeln kÜnnen;
⢠eine âSymptom-Tracking-Appâ gemäà der englischen App âZoeâ zu fĂśrdern, um schwere oder lange Verläufe vorherzusagen und zu betreuen.
Laut Selbsthilfeinitiativen mĂźsse âgesellschaftlich und medizinisch anerkannt werden, dass viele der Beschwerden nicht psychosomatisch begrĂźndet, sondern direkte Folgen der Corona-Erkrankungâ seien. Sie beklagten im Januar 2021, dass es an einer flächendeckenden Infrastruktur zur UnterstĂźtzung mangele.cite-ref-162[162]
Long COVID Awareness Day
Seit dem Jahr 2023 rufen Betroffene am 15. März anlässlich des Long COVID Awareness Day international zu Aktionen fĂźr mehr Aufmerksamkeit und die Anerkennung der Krankheit auf. Proteste finden hauptsächlich in den sozialen Medien oder stellvertretend durch Nichtbetroffene statt. AuĂerdem wird auf den volkswirtschaftlichen Schaden durch die Krankheit hingewiesen.cite-ref-163[163]cite-ref-164[164]cite-ref-165[165]
NichtGenesen
Die grĂśĂte Betroffeneninitiative ist NichtGenesen. Die Initiative sammelt auf ihrer Website Fotos von Erkrankten und sorgte mit medienwirksamen Aktionen vor dem Reichstagsgebäude sowie dem Bundesministerium fĂźr Bildung und Forschung wiederholt fĂźr Aufmerksamkeit. Vertreter fĂźhren Gespräche mit Politikern des Bundestags sowie der Landtage zur Verbesserung der Situation fĂźr die Betroffenen.cite-ref-166[166]cite-ref-167[167]
Literatur
Leit- und Richtlinien
⢠Susanne Rabady et al.: Leitlinie S1 fĂźr das Management postviraler Zustände am Beispiel Post-COVID-19. In: Wiener Klinische Wochenschrift. Band 135, Nr. 4, 1. Juli 2023, S. 525â598, doi:10.1007/s00508-023-02242-z.
⢠Richtlinie ßber eine berufsgruppenßbergreifende, koordinierte und strukturierte Versorgung fßr Versicherte mit Verdacht auf Long-COVID und Erkrankungen, die eine ähnliche Ursache oder Krankheitsausprägung aufweisen (Long-COVIDRichtlinie/LongCOV-RL) (PDF; 0,1 MB), Gemeinsamer Bundesausschuss, 21. Dezember 2023, abgerufen am 29. Juli 2024.
⢠S1-Leitlinie Long/Post-COVID der Deutschen Gesellschaft fßr Pneumologie und Beatmungsmedizin. In: AWMF online (Stand Mai 2024)
⢠S2k-Leitlinie COVID-19 und (Frßh-) Rehabilitation der Deutschen Gesellschaft fßr Neurorehabilitation. In: AWMF online (Stand Dezember 2023)
ForschungsĂźbersichten
⢠Ziyad Al-Aly et al.: Long COVID science, research and policy. In: Nature Medicine. August 2024, doi:10.1038/s41591-024-03173-6 (englisch).
⢠Hannah Davis et al.: Long COVID: major findings, mechanisms and recommendations. In: Nature Reviews Microbiology. Band 21, Nr. 3, März 2023, doi:10.1038/s41579-022-00846-2 (englisch).
⢠Deutsche Gesellschaft fĂźr Kardiologie â Herz- und Kreislaufforschung: Positionspapier zum Post-COVID-Syndrom. In: Die Kardiologie. Februar 2025, doi:10.1007/s12181-024-00722-8.
⢠Trisha Greenhalgh et al.: Long COVID: a clinical update. In: The Lancet. Juli 2024, doi:10.1016/S0140-6736(24)01136-X (englisch).
⢠National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine: Long-term Health Effects of COVID-19: Disability and Function Following SARS-CoV-2 Infection. The National Academies Press, Washington, D.C. 2024, ISBN 978-0-309-71860-8, doi:10.17226/27756 (englisch).
Mediale Verarbeitung
Filme und Dokumentationen
⢠Hirschhausen und Long Covid â Die Pandemie der Unbehandelten, Deutschland 2022, Das Erste, ARD-Mediathek
⢠Re: Long Covid und kein Ende â Die unheimliche Krankheit, von Anni BrĂźck und Beate Schwarz, Deutschland 2023, ARTE
⢠Hirschhausen â was von Corona Ăźbrig bleibt, Deutschland 2023, Das Erste, ARD-Mediathek
⢠Chronisch krank, aber niemand glaubt dir, ZDF Magazin Royale, Deutschland 2024, ZDF-Mediathek
⢠Hirschhausen und der lange Schatten von Corona, WDR, Deutschland 2024, ARD-Mediathek
⢠Long Covid â Falsche Behandlungen in Reha-Kliniken, Kassensturz, SRF, Schweiz 2024, Play SRF
Audiobeiträge und Podcasts
⢠Long Covid und ME/CFS â Krimi um eine Krankheit, von Nicolas Morgenroth, WDR 5 Das Feature, Deutschland 2022, WDR-Mediathek
⢠Auf KrĂźcken rein, im Rollstuhl raus â Post-Covid-Behandlung und PEM, von Nicolas Morgenroth, Deutschlandfunk Kultur, Deutschland 2023, Internetauftritt
⢠Corona-Folgen: So lebt eine 14-Jährige mit Post-Covid, von Anette Kolb, BR24, Deutschland 2024, Internetauftritt
⢠Long Covid: Wenn die Symptome nicht enden wollen, von Nik Potthoff, Deutschlandfunk Nova, Deutschland 2024, Internetauftritt
⢠Die Akte Long Covid 1: Warum findet keiner die Ursache?, von Jonathan Focke und Maximilian Doeckel, Quarks, WDR, Deutschland 2025, WDR Mediathek
BĂźhnenwerke
⢠Raven mit Long Covid, Produktion: Showcase Beat Le Mot am Hebbel am Ufer, Berlin 2024/2025cite-ref-168[168]cite-ref-169[169]
Weblinks
Commons
: Long COVID
â Sammlung von Bildern und Videos
⢠Informationen ßber Long COVID der Centers for Disease Control and Prevention (englisch)
⢠Informationsportal des Robert-Koch-Instituts zu Long COVID
⢠Long-COVID-Initiative des Bundesministeriums fßr Gesundheit
Einzelnachweise
cite-note-22. â Why we need to keep using the patient made term âLong Covidâ. In: blogs.bmj.com. 1. Oktober 2020, abgerufen am 20. Dezember 2020 (amerikanisches Englisch).
cite-note-0-55. â Susanne Rabady, Kathryn Hoffmann, Martin Aigner et al.: Leitlinie S1 fĂźr das Management postviraler Zustände am Beispiel Post-COVID-19. In: Wiener klinische Wochenschrift. Band 135, Nr. 4, 1. Juli 2023, ISSN 1613-7671, S. 529, doi:10.1007/s00508-023-02242-z, PMID 37555900, PMC 10504206 (freier Volltext).
cite-note-66. â Susanne Rabady, Kathryn Hoffmann, Martin Aigner et al.: Leitlinie S1 fĂźr das Management postviraler Zustände am Beispiel Post-COVID-19. In: Wiener klinische Wochenschrift. Band 135, S4, Juli 2023, ISSN 0043-5325, S. 529 f., doi:10.1007/s00508-023-02242-z, PMID 37555900, PMC 10504206 (freier Volltext).
cite-note-77. â Richtlinie Ăźber eine berufsgruppenĂźbergreifende, koordinierte und strukturierte Versorgung fĂźr Versicherte mit Verdacht auf Long-COVID und Erkrankungen, die eine ähnliche Ursache oder Krankheitsausprägung aufweisen (Long-COVIDRichtlinie/LongCOV-RL) (PDF; 0,1 MB), Gemeinsamer Bundesausschuss, 21. Dezember 2023, S. 2, abgerufen am 29. Juli 2024.
cite-note-awmfll20212-88. â S1-Leitlinie Long/Post-COVID der Deutschen Gesellschaft fĂźr Pneumologie und Beatmungsmedizin. In: AWMF online (Stand Mai 2024), S. 71.
cite-note-ceravolomg-2020-2-99. â M.G. Ceravolo, C. Arienti, A. de Sire et al.: Rehabilitation and COVID-19: the Cochrane Rehabilitation 2020 rapid living systematic review. Eur. J. Phys Rehabil. Med. 2020; 56, S. 642â651. doi:10.23736/S1973-9087.20.06501-6.
cite-note-1010. â S1-Leitlinie Long/Post-COVID der Deutschen Gesellschaft fĂźr Pneumologie und Beatmungsmedizin. In: AWMF online (Stand Mai 2024), S. 11.
cite-note-2-1111. â Susanne Rabady, Kathryn Hoffmann, Martin Aigner et al.: Leitlinie S1 fĂźr das Management postviraler Zustände am Beispiel Post-COVID-19. In: Wiener klinische Wochenschrift. Band 135, S4, Juli 2023, ISSN 0043-5325, S. 530, doi:10.1007/s00508-023-02242-z, PMID 37555900, PMC 10504206 (freier Volltext).
cite-note-1212. â Wissenswertes zu Nebenwirkungen von COVID-19-Impfstoffen und zum Impfschadensrecht. In: BMG-Initiative Long COVID. Juni 2023, abgerufen am 30. Juli 2024.
cite-note-02-1313. â Signs and Symptoms of Long COVID. Centers for Disease Control and Prevention, 11. Juli 2024, abgerufen am 31. Juli 2024.
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